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    <title>Geschichten&amp;Geschichte</title>
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    <description>Menschen und Ereignisse schreiben Geschichte und Geschichten, die wir in diesem Blog erzählen.</description>
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      <title>Geschichten&amp;Geschichte</title>
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      <title>München 1933 - Thomas Mann und die Gefahr durch Reinhard Heydrich</title>
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      <description>Thomas Mann im Konzentrationslager Dachau? Heute unvorstellbar, aber doch realistisch. München im Jahr 1933.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
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      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Maren Schoening
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
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    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
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      &lt;span&gt;&#xD;
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    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           03. Juni 2025
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
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    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
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  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           München 1933: Thomas Mann und die
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gefahr Durch
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Reinhard Heydrich
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
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  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Thomas Mann im Konzentrationslager Dachau?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Heute unvorstellbar, aber doch realistisch.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
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  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
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           München im Januar 1933: Wenige Tage nach dem Machtantritt von Adolf Hitler am 30. Januar 1933 bricht der gefeierte Literaturnobelpreisträger mit seiner Frau Mitte Februar aus München zu einer lange geplanten Wagner-Vortragsreise nach Amsterdam, Brüssel und Paris sowie einem sich anschließenden vierzehntägigen Urlaub in der Schweiz auf. Zur gleichen Zeit übernimmt die braune Macht auch in München Schlüsselstellungen im Staatsapparat. Heinrich Himmler, Reichsführer SS innerhalb der SA, wird kurzzeitig Polizeipräsident in München und Anfang April 1933 zum „Politischen Polizeikommandeur Bayerns“ ernannt. Die NSDAP-interne Schutzstaffel (SS) und die Politische Polizei werden damit in einer Hand zusammengeführt. Das Tagesgeschäft überlässt Himmler den jungen Reinhard Heydrich. Schon am 20. März wird die Errichtung des Konzentrationslagers in Dachau verkündet und zwei Tage später die ersten Verhafteten, unter ihnen Sozialdemokraten, Kommunisten und Gewerkschaftler, in das KZ eingeliefert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
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  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Schweizerischen Urlaubsort
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           An seinem Urlaubsort in der Schweiz sitzt unterdessen Thomas Mann und hört die Nachrichten aus der Heimat: Tochter Erika kommt vorbei und schildert Morde und Misshandlungen von Juden in München, Alfred Döblin ruft aus Zürich an und empfiehlt ein vierwöchiges Fernbleiben aus München und Manns Schwiegermutter warnt, vorerst nicht nach München zurückzukehren. Auch in den Zeitungen sind die Ereignisse ein Thema. Am 29. März notierte Thomas Mann in seinem Tagebuch, er habe Post erhalten mit einem Zeitungsartikel über die Zustände in Deutschland und der Versicherung, er säße heute in Dachau, wenn er in Deutschland wäre.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Reinhard Heydrich spielt eine Schlüsselrolle bei der Verfolgung von Gegner der Nationalsozialisten und nimmt sich auch der Verfolgung von Thomas Mann an. Ende April wird das Münchner Haus der Manns von der Politischen Polizei auf angebliche Waffen durchsucht und die PKWs der Familie beschlagnahmt. Am 12. Juli 1933 schreibt Heydrich an den Reichsstatthalter in Bayern, von Epp, und bezichtigt Thomas Mann „Gegner der nationalen Bewegung und Anhänger der marxistischen Idee“ zu sein und führt dafür eine Reihe von Äußerungen und Aktivitäten der letzten Jahre an. Er schreibt, dass diese „undeutsche, der nationalen Bewegung feindliche, marxistische und judenfreundliche Einstellung Veranlassung gab, gegen Thomas Mann Schutzhaftbefehl zu erlassen“. Fast bedauernd fügt er hinzu, dass der Schutzhaftbefehl wegen Manns Abwesenheit nicht vollzogen werden könne, aber sämtliche Vermögenswerte beschlagnahmt seien.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
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  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nehmen wir nur einen Moment an, Thomas Mann hätte die Ratschläge seiner Kinder, Freunde und Bekannte ignoriert und sich zur Rückkehr nach München entschieden. Gründe hätte es genug gegeben: Er und Katia waren nur für wenige Wochen aufgebrochen und es war keine Rede davon, Deutschland zu verlassen. Tagebücher, Manuskripte, Briefe, alles verblieb in München und drohte nun in die Hände der Nationalsozialisten zu fallen. Bei seiner Rückkehr wäre er von der Politischen Polizei verhaftet worden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Heydrich macht die Verfolgung von Thomas Mann (und der Familie) zu seiner Angelegenheit. Er lässt den Reisepass nicht verlängern, Konten sperren und betreibt die Ausbürgerung des Schriftstellers, dessen Werke gerade noch die Bibliotheken und Bücherregale der Deutschen gefüllt hatten. Im Mai brennen auch seine Bücher auf den Scheiterhaufen der Bücherverbrennung „wider dem undeutschen Geist“. Knapp sechs Monate nach Machtübernahme hatten sich die Nationalsozialisten mit dem „Gesetz über den Widerruf von Einbürgerungen und die Aberkennung der Staatsbürgerschaft“ vom 14. Juli 1933 und der zugehörigen Verordnung ein Instrument geschaffen, unliebsame Bürgerinnen und Bürger die deutsche Staatsbürgerschaft zu entziehen. Danach konnte Reichsangehörigen, die sich im Ausland aufhalten, die deutsche Staatsangehörigkeit entzogen werden, sofern ihr Verhalten gegen die „Pflicht zur Treue gegen das Reich und Volk“ verstößt. Am 23. August 1933 erschien im Reichsanzeiger die erste Liste mit 33 Personen, unter ihnen Heinrich Mann, Alfred Kerr, Lion Feuchtwanger, Kurt Tucholsky, der ehemalige Ministerpräsident Philipp Scheidemann sowie der SPD-Parteivorsitzende Otto Wels sowie der ehemalige Fraktionschef Rudolf Breitscheid, die öffentlichkeitswirksam die deutsche Staatsbürgerschaft verloren. Das Eigentum der Ausgebürgerten fiel an die Staatskasse.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Heydrich arbeitet auch an der Ausbürgerung von Thomas Mann und stellt am 18. Januar 1934 beim Reichsinnenminister den Antrag auf Aberkennung der Staatsangehörigkeit. 1934 und 1935 werden Erika und Klaus Mann ausgebürgert und1936 stand dann auch Thomas Mann auf der Liste, der kurzfristig aber die tschechische Staatsbürgerschaft annehmen konnte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der 150. Geburtstag von Thomas Mann sollte nicht nur an das literarische Wirken des großen Deutschen erinnern, sondern auch deutlich machen, wie schnell die Nationalsozialisten ihre Macht etabliert haben und angebliche Feinde verfolgt wurden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Literaturverzeichnis:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Ausbürgerung deutscher Emigranten durch das NS-Regime 1933-1945, in: Deutscher Bundestag, Wissenschaftlicher Dienst, Fachbereich WD1-3000-008/25, 2025.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Thomas Mann, Tagebücher 1933-1934, In: Peter de Mendelssohn (Hrsg.), 1977.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Paul Egon Hübinger, Thomas Mann und Reinhard Heydrich in den Akten des Reichsstatthalter v. Epp, in: Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte, Jahrgang 28 (1980), Heft 1.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Jürgen Kolbe, Heller Zauber, Thomas Mann in München 1894-1933, 1987.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 03 Jun 2025 10:08:35 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Léo Goldberger und die deutsch-ungarischen Wirtschaftsbeziehungen</title>
      <link>https://www.schoening-communication.de/leo-budai-goldberger-und-die-deutsch-ungarischen-wirtschaftsbeziehungen</link>
      <description>Léo Budai-Goldberg war der erste Ungar, der Präsident der Deutsch-Ungarischen Handelskammer wurde. 1944 wurde er von der SS deportiert und starb im KZ Mauthausen.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Maren Schoening
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
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    &lt;span&gt;&#xD;
      
           5. Mai 2025
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
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    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Léo Budai-Goldberger und die deutsch-ungarischen Wirtschaftsbeziehungen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;img/&gt;&#xD;
        
            Zwischen Deutschland und Mittel-, Osteuropa wurde wohl schon immer Handel betrieben. Einen Einschnitt markierte die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg, die Kaiserreiche Österreich-Ungarn und Deutschlands waren untergegangen und neue Beziehungen mussten geknüpft werden. 1920 erarbeitete das Reichswirtschaftsministerium in Berlin langfristige Richtlinien für den deutschen Außenhandel mit dem Ziel, die Märkte in Ost- und Südosteuropa zu erschließen. Folgerichtig unterschrieben Deutschland und Ungarn bereits am 1. Juni 1920 das „Provisorische Abkommen zwischen Deutschland und der königlich ungarischen Regierung zur Regelung ihrer beiderseitigen wirtschaftlichen Beziehungen“. Am 6. August 1920 wurde die Deutsch-Ungarische Handelskammer in Budapest gegründet. Die deutschen Unternehmen Siemens, Commerzbank, Berliner Bank, BASF, Dresdner Bank, Lufthansa, Knorr-Bremse, KPMG, Hoechst und Carl Zeiss gehörten zu den Gründungsmitgliedern. Zwei Jahre später zählte die Kammer bereits über 700 Mitglieder und 1926 wurde mit Léo Budai-Goldberger erstmals ein Ungar Präsident der Kammer.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Budai-Goldberger war einer der größten Textilunternehmer des Landes. Er hatte in Budapest und Leipzig Rechtswissenschaft studiert und trat nach dem Tod seines älteren Bruders in die Geschäftsführung des familiären Unternehmens ein. 1934 wurde er Mitglied im ungarischen Oberhaus. Seine Familie gehörte zu den 346 jüdischen Familien, die in der Kaiserzeit geadelt wurden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ungarische Unternehmer oder Politiker waren in den 1920er Jahren gern gesehene Gäste in den Berliner Gesprächskreisen und Salons. Einen der angesagtesten Salons führte die Schwester von Walther Rathenau, Edith Andreae. Nach der Ermordung ihres Bruders schrieb sie, dass für ihren Bruder die Begegnung mit Graf Apponyi eine unvergessliche Erinnerung gewesen sei und dieser „kultivierte, sprachkundige Grandseigneur in Berlin von Fest zu Fest geschleift wurde“. Gäste der politischen „Mittwochs-Gesellschaft“ waren, „wenn sie zufällig in Berlin zu Besuch waren, führende verbündete Politiker wie die Grafen Apponyi und Andrássy“, beschrieb Harry Graf Kessler die Verbindungen zwischen Deutschland und Ungarn.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Zum Kreis der erfolgreichen Unternehmer zählte auch Lipót Aschner, der 1921 Geschäftsführer des ungarischen Unternehmens Tungsram wurde. Ende der 1930er Jahre war Tungsram zum internationalen Unternehmen mit fünfzehn Produktionsunternehmen, dreißig unabhängigen Unternehmen und fünfzig Handelsvertretungen aufgestiegen. Hauptstandort blieb das Werk im Budapester Stadtteil Újpest. Bei der Gründung eines der wirkungsvollsten und mächtigsten Kartelle der Wirtschaftsgeschichte spielten Aschner und Tungsram eine wichtige Rolle. Anfang der 1920er Jahre wurde auf Initiative von Osram, dem Tochterunternehmen von AEG und Siemens, eine Kooperation mit den wichtigsten internationalen Playern der Glühlampenproduktion gebildet. Mitglieder in dem Kartell waren Osram, Tungsram, das niederländische Unternehmen Philips und weitere Unternehmen aus Spanien, Schweden und der Schweiz.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ziel des Phoebus-Kartells war die Aufteilung des Marktes durch Patent- und Erfahrungsaustausch, die Typisierung und Standardisierung der Lampen. Zu diesem Zweck wurden jedem Unternehmen Verkaufsquoten auf den Märkten zugeteilt, die das Kartell kontrollierte. Etwaige Abweichungen wurden mit Strafzahlungen an das Kartell belegt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Chefs der beteiligten Unternehmen trafen sich in der Regel jeden Sommer und so kamen sie beispielsweise 1932 auf Einladung von Aschner in Budapest zusammen. Bei den Jahrestreffen wurden die Ausrichtung des Kartells und das Vorgehen auf den internationalen Märkten besprochen und festgelegt. Der erste Vorsitzende des Verwaltungsrats des Phoebus-Kartells und zugleich Vorsitzender des Direktoriums von Osram, William Meinhardt, konnte am Treffen 1932 in Budapest noch teilnehmen. Schon ein Jahr später musste er vor den Nationalsozialisten aus Deutschland fliehen und nach England emigrieren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im März 1944 stand Budai-Goldberger auf der Verhaftungsliste der Gestapo und wurde nach dem deutschen Einmarsch in das KZ Mauthausen deportiert. Vor 80 Jahren, am 5. Mai 1945, verstarb Goldberger im KZ Mauthausen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei dem Text handelt es sich um einen Auszug aus meinem Buch:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der schwärzeste Sommer – Als der Holocaust nach Ungarn kam.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ISBN 978-3-00-080344-4
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Paperback, 203 Seiten, Sprache: Deutsch
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           18,00 Euro inkl. MwSt., zzgl. Versand
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bestellung unter:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.tiedverlag.de"&gt;&#xD;
      
           https://www.tiedverlag.de
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
             
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 05 May 2025 13:31:56 GMT</pubDate>
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      <title>Kann eine europäische Erinnerungskultur vor falschen  historischen Narrativen schützen?</title>
      <link>https://www.schoening-communication.de/kann-eine-europaeische-erinnerungskultur-vor-falschen-historischen-narrativen-schuetzen</link>
      <description>Kann eine europäische Erinnerungskultur vor falschen historischen Narrativen schützen?</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
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    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Maren Schoening
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           28. April 2025
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kann eine europäische Erinnerungskultur
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           vor falschen Narrativen schützen?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;img/&gt;&#xD;
      
           In wenigen Tagen jährt sich das Ende des Zweiten Weltkrieges zum 80. Mal. Über Jahrzehnte waren wir davon überzeugt, dass alle Facetten der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft erforscht wären und wir daraus die richtigen Schlüsse für unser Zusammenleben gezogen hätten. Heute stellen wir fest: Wir haben uns geirrt. Zahlreiche Regierungen und Parteien in ganz Europa bedienen sich Narrativen, die sich an die braunen Machthaber anlehnen oder historische Erkenntnisse negieren. Geschichte wird damit zur Waffe, die sich in den Sozialen Medien in rasender Geschwindigkeit verbreitet. Das Narrativ einer faschistischen und nazistischen Machtclique in der Ukraine dient Russland als Legitimation für seinen völkerrechtswidrigen Angriff auf das Land. Die russische Erzählung, wonach die Ukraine kein eigenes Volk mit einer eigenen Geschichte sei, dient als Russland als Rechtfertigung für die Vernichtung der geschichtlichen und kulturellen Identität der Ukraine. Tagtäglich zerstört Russland ukrainische Kulturgüter, raubt Kunstschätze und plündert Museen, Bibliotheken und Archive. Es ist völlig unverständlich, wie Parteien und Regierungen diesen Erzählungen folgen und ihre eigenen Darstellungen von „Friedensfreunden“ und „Kriegstreibern“ verbreiten. Jeder vernünftig denkende Mensch will Frieden, aber eben keinen Diktatfrieden, der den Täter belohnt und zu weiterer Aggression in der Mitte Europas verleitet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
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      &lt;br/&gt;&#xD;
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  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            In Deutschland betreiben Vertreter der AfD einen ähnlichen Geschichtsrelativismus: sie verharmlosen die SS, nennen sich selbst „das freundliche Gesicht des NS“, fordern die „erinnerungspolitische Wende um 180 Grad“ und verunglimpfen die sich über Jahrzehnte herausgebildete deutsche Erinnerungskultur als „Schuldkult“. Die Nutzung antisemitischer Konnotationen oder die Verwendung von Buzzwords wie zum Beispiel „Remigration“, „Lügenpresse“, „Volksgemeinschaft“ und „88“ werden gezielt eingesetzt. Die Sozialen Medien spielen hier ebenfalls eine herausragende Rolle.
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      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
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    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Was können wir tun, da jetzt die letzten Zeitzeugen sterben, die uns als Bindeglied zur Vergangenheit und als moralische Instanzen fehlen werden, und das europäische Lebensmodel von innen und außen angegriffen wird? Erinnern wir uns, dass auch Richard Graf Coudenhove-Kalergi unmittelbar vor dem Einmarsch der Nationalsozialisten in Österreich aus Wien flüchten musste.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
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  &lt;p&gt;&#xD;
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      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Vor einem Jahr habe ich mit Kolleginnen und Kollegen das Eva-Fahidi-Dialogprogramm und eine Kooperation zwischen Eva Fahidis Geburtsstadt Debrecen und Stadtallendorf in Hessen, der Stadt ihrer Zwangsarbeit, initiiert. Hier wird Geschichte erlebbar, wie die 18-jährige Eva Fahidi nach Auschwitz deportiert, ihre Eltern und kleine Schwester ermordet und die junge Frau in die Zwangsarbeit verschleppt wurde. In diesem Programm stellen wir allgemeingültige Antworten den „alternativen Fakten“ gegenüber und verbinden historische Tatsachen mit persönlichen Biografien. So kann es gelingen, das gleichberechtigte Nebeneinander verschiedener Formen des Erinnerns in Europa kennenzulernen, zu respektieren und historischen Ereignisse im europäischen Kontext einzuordnen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
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      <pubDate>Mon, 28 Apr 2025 13:09:32 GMT</pubDate>
      <author>183:830270208 (Maren Schoening)</author>
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